16.9.2018 – 19.3.2019

Gruppenschau: Schüler der Klasse K. H. Hödicke
„Mal so weiter!“

Der Maler Karl Horst Hödicke (1938-2024) hat die Entwicklung der Malerei in den Nachkriegsjahrzehnten wesentlich beeinflusst. Er gilt als einer der Väter der „Neuen Wilden“ und brachte, nachdem in der Nachkriegszeit vor allem abstrakt gemalt worden war, die Figuration zurück auf die Leinwände.

Aus seiner Malklasse an der Universität der Künste Berlin (1974-2005) gingen zahlreiche namhafte Maler hervor. Die beiden Wiesbadener Galeristinnen Christine Rother und Elvira Mann-Winter entwickelten die Idee und kuratierten die Ausstellung „Mal so weiter!“ nach einem Zitat von K. H. Hödicke. Die im September 2018 eröffnete Schau widmete sich Arbeiten von sechs Künstlern verschiedener Jahrgänge, die alle bei K. H. Hödicke Malerei studiert hatten: Katrin Kampmann, Ina Lindemann, Helmut Middendorf – einer der „Neuen Wilden“ in den 1980er Jahren – und Reinhard Pods aus der Sammlung Haas van Gemmern, ergänzt um Renata Tumarova und Jan Muche. Die gezeigten Arbeiten weisen dennoch unterschiedliche und damit ganz individuelle Herangehensweisen in Motivik und Malduktus auf – sie sind abstrakt, figurativ oder abstrakt-figurativ und meist auffallend farbig. Ein sinnlicher Genuss für Wahrnehmung und Vertiefung, wobei jeder für sich entscheiden mochte, ob die „gemeinsame Schule“ auch Verbindendes bewirkt hat.

 

Der Ausstellungskatalog ist im Kunsthaus erhältlich.

Ina Lindemann. Also bin ich froh, 2005, Acryl auf Leinwand

Ina Lindemann. Also bin ich froh, 2005, Acryl auf Leinwand

Helmut Middendorf. Flaneur, 1994, Acryl auf Papier

Helmut Middendorf. Flaneur, 1994, Acryl auf Papier

Katrin Kampmann. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, 2017, Tusche, Acryl, Öl, Linoldruck auf Leinwand

Katrin Kampmann. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, 2017, Tusche, Acryl, Öl, Linoldruck auf Leinwand

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