26.5.2018 – 3.6.2018
Tom Sommerlatte
Spurensicherung
Retrospektive von Erlebtem, Empfundenem und Erdachtem
Grafik – Malerei – Reliefs
Tom Sommerlatte, international erfolgreicher Manager, hat sein Leben lang gezeichnet und gemalt. Schon als Schüler stellte er in Berlin aus. Während seines Chemiestudiums zeigte er Arbeiten in Berlin und New York und malte und schriftstellerte auch in der Zeit seiner Promotion in Frankreich. Spuren seiner Reisen durch ganz Europa beeinflussten sein zeichnerisches und grafisches Werk.
Noch während seiner beruflichen Laufbahn mit Ausstellungen in München und Berlin traf er auf Christa Möhring, die ihn in die Künstlergruppe50 einlud, und kam in Berührung mit dem Museumsverein Ritschl. Es entstanden die Zyklen „Die Entdeckung eines neuen Kontinents zwischen Luxemburg und Belgien“, „Die unaufhaltsame Vergrößerung des Details im Augenblick des Vergessens“ und „Um ihrer bedrängten Sache willen solidarisieren sich die Einzelgänger“ – jeweils Grafikeditionen (Zeichnungen und Stiche) und, davon ausgehend, eine Reihe von kleineren Ölbildern. Anschließend entstanden farbintensive Kompositionen unter den Überbegriffen „Tausendundeine Nacht“ – abstrahierte erotische Fantasien – und „Erinnerungen“ – von intensiven Jugenderlebnissen inspirierte Farb- und Formenszenen.
Angeregt von der Wiederentdeckung farbiger Eichenholztafeln der sieben Tugenden, die ab 1610 die Außenfassade des Wiesbadener Rathauses geziert hatten, entwickelte Tom Sommerlatte seine Relief- und Skulpturentechnik auf der Basis von mit Acrylfarbe bemalten Hartpolystyrolstrukturen. Er schuf die raumgreifenden Reliefs „Das würde ich gerne …“ und „Die würde ich gerne …“ sowie die Skulpturen „Rhapsody in Blue“ und „Yellow Submarine“.
Sommerlattes Arbeiten reflektieren Spuren des von ihm Erlebten, Empfundenen und Erdachten. Die Besucher waren eingeladen, sich auf diese Spurensuche zu begeben.




