9.3.2025 – 16.11.2025
Miriam Vlaming, Leo Leonhard
INVENTING SPACE
Die Inspiration für den Ausstellungstitel kam der Malerin Miriam Vlaming beim Betrachten eines Katalogs der Werke von Leo Leonhard sowie von Fotos des KUNSTHAUS TAUNUSSTEIN. Das (Er-)Finden von Raum, darum geht es in unseren hellen, weiten Schauräumen – um konkrete oder imaginierte oder unbewusste Räume, Bildräume, Seh-Räume, Erlebnis- und Begegnungsräume.
Zu sehen war eine Doppelausstellung zweier Kunstschaffender, die sich nie persönlich begegnet sind, und doch viele Gemeinsamkeiten erahnen lassen.
Miriam Vlaming, eine junge Malerin mit beeindruckender Ausstellungsvita, bespielte die untere Ebene. Als Meisterschülerin des Leipziger Schule Meisters Arno Rink geht es ihr um das Wesentliche: um Natur und Mensch, um Drinnen und Draußen, um Lebensräume. Sie arbeitet überwiegend mit Eitempera, eine in der Antike entwickelte und im Mittelalter und der Renaissance verfeinerte, traditionelle Technik. Mit selbst angerührten Farben malt Vlaming figurativ und abstrakt vielschichtige, mystisch anmutende Bilder.
Leo Leonhard, 1939 in Leipzig geboren und 2011 in Bickenbach bei Darmstadt gestorben, war neben seinem Beruf als Gymnasiallehrer und Professor für Zeichnen an der Fachhochschule Mainz freier Maler und Grafiker. Heute beinahe vergessen, umfasst sein Werk Zeichnung, Grafik und zum Teil großformatige Ölmalerei. In seinen figurativen Ölbildern huldigt er alten Meistern wie Caravaggio, Mantegna oder Tiepolo. Aber er greift auch aktuelle gesellschaftliche oder mythische Themen auf. Der Raum ist dabei häufig ein gestalterisches Element seiner Bildfindung.
Die beiden Kunstschaffenden verbindet die Entdeckung und Entwicklung von (Bild-)Räumen, in denen sie ihre Rätsel stellen und Betrachter zum visuellen „Eintreten“ auffordern.
Die in Kooperation mit der Galerie Rubrecht Contemporary realisierte Ausstellung wird ermöglicht durch die Unterstützung der „Freunde und Förderer des KUNSTHAUS TAUNUSSTEIN e.V.“ und gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Die Ausstellung wurde gefördert von Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main und den Freunden und Förderern des KUNSTHAUS TAUNUSSTEIN e.V.





